Full text: Prozesse der Überwälzung und Nachziehung bei Preisen und Löhnen (Inflation)

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Fußnote zur orthodoxen Geldpolitik 
Es i3t wahrscheinlich, daß eine currency Politik perverse 
Effekte haben würde. Durch Liquiditätsschwierigkeiten werden 
die Unternehmer dazu gedrängt, die Preise rascher zu erhöhen 
(Markenartikel!), die gestiegenen Zinskosten sofort zu 
überwälzen, den Druck auf ihre Schudner weiterzugeben, die 
wieder die gleiche Preispolitik verfolgen. Auch die öffent 
lichen Körperschaften würden dasselbe Prinzip in ihrer Steuer 
politik anwenden. Die erwähnten Tendenzen werden dadurch ver 
stärkt, daß die Unternehmungen alles tun werden, um die Haltung 
von liquiden Mitteln (Geldwerten) zu beschränken, (Umlaufge- 
s chwindigkeit). 
Die Ex-post-Indizierung würde die Krönung des Prinzips darstellen, 
daß man jeden für die Geldentwertung entschädigen soll. Da man 
.sidvdiesem Ziel praktisch nur graduell nähern kan#, ist es wahr 
scheinlich, dess die Tendenzen, die man durch die bisher geübte 
Indizierung ausgelöst hat, weiter beschleunigt würden, in dem 
Maße, als man das Prinzip verallgemeinert. Die Fixheit der Kre 
ditkontrakte - etwa daß einer zu festem Preis verkauft hat - 
stellen ja einen wichtigen Dämpfungseffekt im Prozess der 
Überwälzung dar, der durch die Indizierung aufgehoben wurde. 
Desgleichen werden erhöhte Zinskosten weitergewälzt werden 
(E-Werke!).
	        

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