Full text: Technik und Produktivität: Bemerkungen zum Produktivitätsproblem in Österreich.

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ueberholt 
unter Umstaenden in ein paar Jahren xsxaixsx sein. 
Zu den Ursachen iuer niedrige produktivitaet gehoeren 
schliesslich auch gesellschaftliche - soziologische Faktoren, 
die ich nur kurz streifen rac®chte. Es gibt Eigenheiten des Kaeufers 
die es verhindern, ein gewisses Ausmass von Typisierung oder 
Standardisierung durchzusetzen, ebenso auch eine Art handwerkliche 
Tradition in der Industrie, die ihren Ejjrgeiz darein setfct£ 
individuelle Wuensche des Kaeufers zu befriedigen und ihm sozusagen 
das Mass abzunehmen. Ein anderes Moment ist die uebermaes&ige 
Vorliebe iuer Geheimhliktung, die eine Gemeinschaftsarbeit in der 
xsstxslxxKx Zweckforschung anhr schwer macht. Ferner ist da der 
Umstand dass das Interesse an der Proauktion oei unseren Unternehmern 
oft durch andere Interessen stark zurueckgearaengt wird; Das 
ist klar bei aem Teil der Industrie der von den Banken verwaltet 
wird; die zentrale Leitung dieser Konzerne steht den Problemen 
der Produktion fern und ist an ihnen .wenig interessiert. 
(j'Finanzkapitalisaus"). Bei allen fuehrenden Unternehmern i&t ein 
grosser Teil ihres Interesses durch die Kartellorganisation und 
die Mitwirkung an der Gestaltung der Wirtschaftspolitik in Anspruch 
genommen. Und zu allerletzt oder vielleicht auch zu allererst; 
Unser Unternehmertyp ist nicht der dynamische Unternehmer 
Schumpeters, der die Technik stets zu revolutionieren bestrebt ist, 
er ist ein defensiver Unternehmertyp, stets bedacht darauf, eeine 
der 
Stellung zu verteidigen undj^ülnter jeder Aenderung Instinktiv 
eine Fuelle von unbekannten Gefahren fuerchtet. 
Ueber alle diese gesellschaftlichen Momente gaebe 
es viel zu sagen. Man muesste vor allem ihre Herkunft aus 
wirtschaftlichen und historischen Bedingungen untersuchen.
	        

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