Full text: Technik und Produktivität: Bemerkungen zum Produktivitätsproblem in Österreich.

2) Ausgleich der Zahlungsbilanz und damit Unabnaengigkeit 
«Spannungen 
3) Eine Milderung oder Loesung der sntKxessengBgeKisaKtze 
zwischen verschiedenem Interessengruppen ( produktivitaet 
hilft allen, wobei der Ton auf dem "allen" liegt ). 
Ich glaube dass man diese Ansprueche an die 
Zauberkraft der produktivitaet nicht ohneweiters akzeptieren 
kann. Lassen sie mich Punkt fuer Punkt vorgehen. 
ad 1) Ob die hoehere Produktivität den Lebensstandard erhoeht, 
haengt natuerlich vor allem aa/on ab, ob die Produktion steigt. 
Wenn man pro Arbeiter doppelt soviel ‘■»truempfe erzeugen kann 
so bleibt noch die Frage offen, ob man jetzt diesen Fortschritt 
dazu verwendet, um ebensoviel Arbeiter zu beschaeftigen wie 
m 
frueher, und doppelt soviel Struempfe zu erzeugen, oder um 
ebensoviel 3truemJ5fe zu erzeugen und halb soviel Arbeiter zu 
beschaeftigen wie frueher. 
Welche der beiden Alternativen tatsaechlich rejk lisiert 
wird, haengt von der eingeschlagenen Wirtschaftspolitik ab . 
Es ist moeglich durch besondere Massnahmen den wachsenden Markt 
zu schaffen, der die Produktivitaetssteigerung auch tatsaeehlich 
fruchtbar werden laesst. Euer sich allein genommen hat die 
Hebung der produktivitaet jedoch nicht diesen Erfolg, sondern sie 
/ 
fuehrt zur zweiten der Alternativen, der Arbeitslosigkeit. 
Um das zu demonstrieren lassen sie uns hypothetisch 
annehmen, dass die Beschaeftigung gleich bleibt, und dass sich 
0 
daher aus der Produktivitaetssteigerung eine Mehrprodktion ergibt 
( potentielle Mehrproduktion ); ich werde demonstrieren dass sich 
diese Mehrproduktion nicht realisieren laesst weil uafuer der 
Markt fehlt. 
Der potentiellen Mehrproduktion entsprechen im Reichen
	        

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