Full text: Technik und Produktivität: Bemerkungen zum Produktivitätsproblem in Österreich.

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Ausmass zusaetzliche Einkommen. Es entspricht nun der Erfahrung 
aass von diesen zusaetzlichen Einkommen nur ein Teil den Arbeitern 
zufliesst, ein betraechtlicher Teil aber den Unternehmern in i'orm 
zusaetzlicher Gewinne. Euer aen Anteil der Arbeiter kann man 
annehmtn dass er sehr rasch ausgegeben wird, er würde also einen 
Markt schallen; luer dies* zusaetzlichen Gewinne ist das anders. 
Sie koennten, wenn sie tatsaechlich realisiert würden, nach 
laengerer Zeit ( nicht vor einem Jahr ) Investitionen anregen 
( teilweise auch den Verbrauch der Unternehmer ), aber das ist 
iuer di* unmittelbare tatsaechliche Lage von keiner Bedeutung. 
Unmittelbar werden die zusaetzlichen Gewinne in der Regle nicht 
ausgegeben, und das bedeutet, das luer einen betraechtliehen 
Teil der Mfthrproduktion der Markt fehlt; ioilte man sie tatsaechlich 
realisieren, so ergaeue sich eine Absatzkrise, und die Produktion 
muesste auf die fruehere Hache zuruecklallen. 
Nun koennte man den Einwand machen, dass ja produktintaets- 
zunahme durch Investitionen bewirkt wird; wenn man einen 
gleichmaessig fortdauernden proaess dei pxoduktiviäissteigerung 
annimmt, so sollte ja dann der Markt f'uer die Mehrproduktion 
durch die staendigen Investitionen gegeben sein. Nun wird aeer 
produktivitaetssteigerung nicht immer Investitionen erfordern. 
Selbst wenn das der Pall ist, bieten diese Investitionen jedoch 
keine Garantie daiuer,dass die Mehrproduktion ebsorbiert wird. 
Stellen sie sich vor, aass ein bestimmtes Invstitionsvolumen, 
sagen wir des Nationaleinkommens pro Jahr, dauernd fortgesetfet, 
Jahr für Jahr eine Produktivitaestzunahme von 2% bewirkt; 
die Produktivitaet steigt dann kumulativ, sie erfordert also 
von Jahr zu Jahr einen staendig wachsenden Markt. Die Investitionen, 
in Serselben Hoehe Jahr für Jahr wiederholt, ergehen ab~r nur
	        

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