Full text: Notizen Konjunktur

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fehlende Übereinstimmung von gesuchten und angebotenen Qualifikationen - 
auftreten. Auch dies ist allerdings eine Erscheinung des entspannten 
Arbeitsmarktes mit tendenziellem Überangebot: Arbeitgeber werden 
zunehmend wählerischer, sie erwarten im allgemeinen, die ihren 
Anforderungen genau entsprechenden Arbeitskräfte zu finden. 
Exportdynamik nahezu ungebrochen 
Der zunehmende Konjunkturaufschwung in Europa sowie der starke Dollar 
führten heuer zu einer weiteren Belebung des österrichischen Exports. In 
den ersten fünf Monaten dieses Jahres wuchsen die realen Warenexporte im 
Vorjahresvergleich um 14,0$. Auf Grund eines hohen Vorjahresniveaus und 
des Entfalls eines Arbeitstages war die Steigerung im Mai mit +6,5$ 
etwas niedriger als in den Vormonaten. Saison- und arbeitstägig 
bereinigt ist die Abschwächung nur gering ausgeprägt. 
Nach wie vor aufnahmefähig sind auf Grund der günstigen 
Wechselkursrelation die Märkte in Übersee. Die Ausfuhr in die USA 
(+62,6$) hat weiter expandiert. Die Ausfuhr in die 
nichterdölexportierenden Entwicklungsländer lag um gut ein Drittel über 
dem Vorjahresniveau. Dagegen hat die Nachfrage in den OPEC-Ländern im 
Mai etwas nachgelassen. Nach Westeuropa wurde um fast 10$ mehr 
exportiert. Die Exporte in die Oststaaten haben sich weiter abgeschwächt 
(Mai -1,9$). 
Das Exportwachstum wurde weiterhin von den Fertigwaren getragen, wobei 
die Investitionsgüterexporte kräftiger stiegen als die Ausfuhr von 
Konsumgütern. Im Bereich der Investitionsgüter gab es 
überdurchschnittlich hohe Zuwächse im Export von Maschinen und 
Verkehrsmitteln (besonders in die OPEC-Länder). Die Ausfuhr von 
Halbfertigwaren und Rohstoffen stagnierte bzw. war rückläufig. Dieses 
Nachfragemuster ist typisch für die Spätphase der österreichischen 
Expo rtkonj unktur.
	        

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