Full text: Rationalität und Irrationalität in der Wirtschaft

19 
an Stelle der suk/fczesiven eine simultane Anpassung auf 
allen Märkten betrachten, so wird das Problem dadurch prin 
zipiell nicht erleichtert. Wenn wir hier auf allen Märkten 
die Anpassung so durchzuführen versuchen, als würde es sich 
überall um ein partielles Gleichgewichtsproblem handeln, 
dann ist es gar nicht sicher, ob wir uns überhaupt dem Gleich 
gewicht nähern: Pie Angebots- und Nachfragebedingungen auf deijt, 
einzelnen Markte werden ja durch die gleichzeitigen Anpassungs- 
verusche auf den anderen Märkten verscho^bn, so dass man gar 
n^cht wissen kann, ob man zäun Gleichgewicht kommt oder sich 
davon entfernt. Es bleibt also zu zeigen, wie das geschilderte 
Gleichgewicht tatsächlich erreicht wird, ohne dass wir dabei 
die Annahme machen zu brauchen, dass die organisierende Markt- 
auto±ität die Gleichgewichtspreise einfach weiss und sie fest 
setzt. 
Eine genauere Ueberlegung für den einfachen 
Fall von zwei Märkten ergibt Folgendes: Setzen wir voraus, 
/'6 t 
dass das Gleichgewicht auf dem Markt A erreicht wird, dann 
wird ein Versuch, die Anpassung auf B durchzuführen, auf dem 
Markt A ein Ungleichgewicht erzeugen, das an der Menge des 
Ueber-(Unter-)angebots gemessen werden kann. Versucht man 
jetzt, auf A die Anpassung durchzuführen, so wird sich bei B 
wieder ein Ungleichgewicht ergeben. Ist dieses neue Ungleich 
gewicht auf B nun kleiner als das ursprünglich gegebene, dann 
ist es möglich, durch suk^zesive Anpassung der beiden Märkte 
dem GeÖ.c'ihgewicht immer näher zu kommen. Ist das neue Un 
gleichgewicht auf B jedoch gleich oder grösser als das ur~ 
sprüngliche, dann ist es nicht möglich, auf dem Weg über 
die $ktonnements zum Gleichgewicht zu kommen. Per zweite Fall
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.