Volltext: Rationalität und Irrationalität in der Wirtschaft

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Da nun jeder Wirtschaftsplan sich seinem Wesen nach auf 
einen zukünftigen Zeitraum bezieht, das heisst auf einen 
solchen, der zur Gänze nach dem Zeitpunkt der Aufstellung 
des Planes liegt, muss es sich bei sämtlichen Daten um 
Annahmen über zukünftiges Geschehen handeln. Wie bilden 
sich diese Annahmen und in welchem Zusammenhang stehen je 
sie mit den tatsächlichen Ereignissen der Vergangenheit ? 
Man kann diese Fragestellung nicht bedingungslos ablehnen. 
Wenn man sich das Ziel setzt, einen Ablauf wirtschaftlichen 
Geschehens, etwa einen Konjunkturzyklus, aus einer *msgangs- 
situation zu erklären, braucht man notwendigerweise eine 
Kenntnis davon, wie die Leute auf äussere Veränderungen re 
agieren* lässt sich darüber nichts sagen, dann ist es un 
möglich, eine geschlossene Erklärung eines Veränderungs 
prozesses der Wirtschaft zu geben; es ist auch unmöglich, 
"Prognosen” zu stellen, d.h. etwas über die Wirkungen einer 
wirtschaftspolitischen Massnahme vorherzusagen. Die Re 
aktionen der Leute gehen notwendigerweise auf dem Weg über 
eine Aenderung ihrer " Erwartungen" vor sich. Es wäre 
äusserst untunlich, die Analyse des wirtschaftlichen Ge 
schehens bei diesen Erwartungen abzubrechen; eine derartige 
Erklärung wird schwer widerlegbar sein, da wir nicht bald 
Statistiken übär die '§gaiartungen verfügbar hahen werden 
und jedes beobachtete Geschehen in der Wirtschaft auf ent- 
, nicht weiter kontrollierbare Annahmen über die 
jeweiligen Erwartungen zurückgeführt werden kann; sie wird
	        

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