Full text: Die Alternative zum Marshallplan - Zur Wirtschaftskonferenz in Moskau im April 1952

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und einige prominente Vertreter der chinesischen Wirtschaft. 
In einigen westlichen Laendern ( vor allem Italien, Erankreich, 
aber auch Suedagierika ) hat die Privatwirtschaft grosses 
Interesse fuer die Konferenz gezeigt. 
Die Presse aer westlichen- Lanaer hat begonnen, dieser 
Konfernez ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. So meldet die 
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New York Times, dass die Oststaaten ( d.h. Russland, China 
und die Volksdemokratien ) auf dieser Konferenz mit dem 
Vorschlag hervortreten wollen, im Verlauf der naechsten fuenf 
Jahre der uebrigen Welt fuer lo Milliarden Dollar 
zusaetzlich Gueter absukaufen. 
Der Welthanacl ist krank 
'.Vas ist der Hintergruna, aus dem aer Gedanke hu dieser 
Konferenz in Erscheinung getreten ist? Es ist allen , nicht 
zuletzt der privatinaustrie in den westlichen Lanedern, klar, 
dass der Zustand des Welthandels in der ganzen Nachkriegszeit 
sehr unbefriedigend war. In der Tat, der Welthandel ist krank, 
und es ist ihm, trotz voruebergehender truegerischer Hoffnungen, 
im Verlauf der Zeit nicht besser, sondern schlechter geworden. 
* 
Der Ausdruck dieser ungesunden Lage des W elthandftls ist 
in der Hauptsache der Doilarraangel. Er bedeutet, dass die 
eebrige Welt von Amerika mehr kaufen will und auch mehr kauft 
als Amerika der uebrigen weit seinerseits abzukaufen bereit ist. 
©ieses Defizit gegenueber Amerika wurde durch die besonderen 
Verhaeltnisse der Nachkriegsjalxre verstaekkt, es hat äber auch 
tiefere Ursachen, die mit der Beseitigung der unmittelbaren 
Kriegsfolgen nicht verschwunden sind. Die Abhaengigkeit Ix 
Amerikas von auslaendischen Rohstoffen ist naemlich gesundken 
0 
( man denke an den teilweisen Ersatz von antuerlichen durch
	        

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