Full text: Rückblick auf die Wirtschaft im Jahre 1950

der Industrie als waechrtbeste Loesmng dringend geforcert, musste 
ebenfalls vertagt werden. Dergleichen hat auch die Wirtsch ft auf 
den Schock reagiert: Die aergsten Preissteigerungen sind bis 
jetzt noch zurueckgehalte» ? oroen ( eie durften allerdings 
nacch tes Jahr auf uns herunterpraeceln ). 
Kaetten die spontanen Streiks an Tage nach den 
Abschluss cet- Preis-Lohnabkommens nicht »itattgefunden, co 
wuerdeiu die Leben f haltungskoc.teia heute ganz wesentlich hoeher sein 
als sie es tatsaechlich sine. Der Ausbruch dieser Streike ist ein 
Markstein in der Nachkriegsgeschichte. Die Regierung ist zun 
errtenmal in ihren K.al~ulationen durch eine Macht ger tort wonen, 
di r. eie bis dalli« ignoriere« ko* nte: Die oeffentliehe Meinung breite 
Mac.een. Aus ihren zyniecn kalten Lue c ,era vom " Putschversuch" 
konnte man einen hysterischen Unterton heraushoeren, der ihre 
Unsicherheit gegeaueber dieser Macht verraten hat. 
Die Lage am Jahresende steht im Zeichen c.er Rue tungo- 
Konjunktur und des Abbau» der Marshallhilfe, die beide eng mit 
einander zusammenhaengen. Der Marrhallplan ist unvereinbar mit dem 
M cArthur plan. Die Unsicherheit ueber die zukuenftige Marshallhilfe 
ie& ro , ross, dass die Amerikaner jetzt au: Jahresende rieder die 
iaengat faelligen .Freigaben aus dem Sonderkonto zurueckhalte». 
Die Rue tun«3*onjunta.tur fuehrt zur Notwendigkeit der Bewirtschaftung. 
Der Abbau der Marshallhilfe bedeutet dass die Regierung .genau 
vor den Problemen sient, ror eenen sie morher gestanden ist. 
& »ahrungs- und 
Sie nusc Bezugsquellen luer xhxe unsere Rohstofie ua u Futtermittel 
finden, sie muss die unaua 0 eglicnene Struktur unserer Industrie 
und Landwiitsch alt ins Gleichgewicht bringen, was nur durch Planung 
und J3d>.irtsch aftun geschehen kann. Woher die Rohstoffe nehmen, 
bei stark gedrosselter Marshallhilfe, in einem Weltmarkt in dem
	        

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